Dieses Glossar sammelt die wichtigsten Begriffe, die in unseren WLAN-Ratgebern vorkommen. Wenn Sie auf einen unbekannten Begriff stoßen, finden Sie ihn wahrscheinlich hier.

RSSI

Kennzahl für die empfangene WLAN-Signalstärke, meist in dBm als negative Zahl angegeben. Je näher an null, desto stärker das Signal (z. B. −40 dBm sehr gut, −85 dBm sehr schwach).

dBm

Einheit zur Messung der WLAN-Signalstärke (Dezibel relativ zu einem Milliwatt). Die Werte sind negativ — je näher an null, desto stärker kommt das Signal an.

SSID

Der sichtbare Name eines WLAN-Netzwerks bei der Suche nach verfügbaren Netzwerken. Ein Mesh-System kann dieselbe SSID von allen Access Points ausstrahlen.

BSSID

Die eindeutige MAC-Adresse eines bestimmten Access Points (Router oder Mesh-Punkt). Jeder Mesh-Punkt hat seine eigene BSSID, auch wenn sie dieselbe SSID teilen.

Router

Das Gerät, das das Heimnetzwerk mit dem Internet verbindet und das WLAN-Signal ausstrahlt. Seine Position hat großen Einfluss auf Abdeckung und Verbindungsqualität.

Access Point (AP)

Ein Gerät, das WLAN-Signal ausstrahlt — das kann der Router selbst sein oder ein zusätzlicher Punkt (z. B. ein Mesh-Knoten), der die Abdeckung auf einen weiteren Bereich ausdehnt.

WLAN-Mesh

Ein System mehrerer zusammenarbeitender Access Points, die ein einziges koordiniertes WLAN bilden und Geräte automatisch zwischen den Punkten weiterreichen, während man sich im Haus bewegt.

Backhaul

Die Verbindung zwischen Mesh-Punkten, über die Daten zwischen ihnen übertragen werden — drahtlos oder per Ethernet-Kabel. Die Backhaul-Qualität beeinflusst die Leistung des gesamten Mesh-Netzwerks stark.

WLAN-Repeater

Ein Gerät, das ein vorhandenes WLAN-Signal empfängt und weitersendet. Anders als Mesh bildet es nicht immer ein koordiniertes Netzwerk — seine Wirksamkeit hängt vom empfangenen Signal ab.

WLAN-Kanal

Ein Ausschnitt des Funkspektrums, über den der Router mit Geräten kommuniziert. Im 2,4-GHz-Band überschneiden sich manche Kanäle, was in dicht besiedelten Gebieten zu Störungen führen kann.

Kanalbreite

Der Frequenzbereich, den ein WLAN-Kanal nutzt (z. B. 20, 40, 80 oder 160 MHz). Breitere Kanäle bieten mehr Durchsatz, sind aber in dicht bebauten Gebäuden störanfälliger.

2,4-GHz-Band

Ein Funkband mit größerer Reichweite und besserer Wanddurchdringung, aber langsamer und stärker ausgelastet als 5 GHz oder 6 GHz — geteilt mit Nachbarnetzen und vielen IoT-Geräten.

5-GHz-Band

Ein Funkband mit höherem Durchsatz als 2,4 GHz, aber kürzerer Reichweite und schwächerer Durchdringung von Hindernissen. Gut für Geräte nahe am Router, etwa Streaming oder Gaming.

6-GHz-Band

Das neueste Funkband (genutzt von WiFi 6E und WiFi 7), mit zusätzlichen, weniger überlasteten Kanälen. Erfordert kompatiblen Router und Endgerät.

WLAN-Standard (WiFi 6 / 6E / 7)

Aufeinanderfolgende Generationen des 802.11-Standards, die maximale Geschwindigkeit, unterstützte Bänder und Funktionen definieren. Ein neuerer Standard garantiert nicht automatisch bessere Abdeckung — die Platzierung bleibt entscheidend.

Ping (Latenz)

Die Zeit, die Daten benötigen, um einen Server zu erreichen und mit einer Antwort zurückzukehren, gemessen in Millisekunden. Hoher Ping bedeutet weniger reaktionsschnelle Steuerung, besonders bei Online-Spielen spürbar.

Jitter

Die Schwankung der Latenz (Ping) über die Zeit. Auch bei niedrigem durchschnittlichem Ping kann hoher Jitter Ruckeln und unvorhersehbares Verbindungsverhalten verursachen, z. B. bei Spielen oder Videoanrufen.

Paketverlust

Der Anteil an Daten, die nicht korrekt ankommen und erneut gesendet werden müssen. Schon geringer Paketverlust kann trotz niedrigem Ping zu Rucklern führen.

Durchsatz (Throughput)

Die tatsächliche Datenmenge, die ein Netzwerk in einer bestimmten Zeit übertragen kann — abweichend von der Nominalgeschwindigkeit des WLAN-Standards, da auch Signal, Störungen und Geräteanzahl eine Rolle spielen.

Funkloch

Ein Bereich im Haus, den das WLAN-Signal kaum erreicht, meist wegen Entfernung, dicker Wände oder Hindernissen im Signalweg.

Signaldämpfung

Die Abschwächung des WLAN-Signals beim Durchqueren von Hindernissen — Wände, Decken, Metall oder große Möbel. Verschiedene Materialien dämpfen das Signal sehr unterschiedlich stark.

WPA2 / WPA3

Verschlüsselungsstandards, die das WLAN vor unbefugtem Zugriff schützen. WPA3 ist der neuere, sicherere Standard — lohnt sich, wenn der Router ihn unterstützt.

UPnP

Ein Protokoll, das automatisch Ports im Router für bestimmte Geräte und Apps öffnet. Praktisch, kann aber ein Sicherheitsrisiko sein, wenn es unnötig aktiviert bleibt.

MU-MIMO

Eine Technologie, die es dem Router ermöglicht, mehrere Geräte gleichzeitig statt nacheinander zu bedienen, was die Netzwerkleistung bei vielen verbundenen Geräten verbessert.

Beamforming

Eine Technik, die das WLAN-Signal gezielt auf ein bestimmtes Gerät richtet, statt es gleichmäßig in alle Richtungen abzustrahlen — kann Reichweite und Stabilität verbessern.

DFS (Dynamische Frequenzwahl)

Ein Mechanismus im 5-GHz-Band, der automatisch den Kanal wechselt, wenn der Router ein nahes Radarsignal erkennt. Kann beim Kanalwechsel kurze Verbindungsunterbrechungen verursachen.

Firmware

Die im Router oder Access Point eingebettete Software, die u. a. für Sicherheit und Netzwerkstabilität zuständig ist. Regelmäßige Firmware-Updates gehören zu den Grundlagen eines sicheren WLANs.

Jetzt, wo Sie die Begriffe kennen, prüfen Sie Ihr eigenes WLAN in der Praxis.

WLAN in Perfect WiFi prüfen