Gutes WLAN zu Hause hängt nicht nur von einem schnellen Router oder einer schnellen Internetverbindung ab. Entscheidend sind unter anderem die Position des Routers, der Grundriss, Wände und Decken, die Entfernung, Funkstörungen und die Platzierung zusätzlicher WLAN-Punkte.
- Stellen Sie den Router möglichst zentral, erhöht und frei auf.
- Ein Router kann ausreichen, wenn er das gesamte Haus zuverlässig versorgt.
- Ein Mesh-System ist sinnvoll, wenn ein einzelner Router nicht für eine ausreichende Abdeckung sorgt.
- Mehr Mesh-Punkte bedeuten nicht automatisch besseres WLAN.
- Prüfen Sie neben der Geschwindigkeit auch Signalstärke und Stabilität.
- Bei Neubau oder Renovierung sollte WLAN zusammen mit Ethernet-Verkabelung geplant werden.
- Testen Sie das WLAN im gesamten Haus und nicht nur direkt neben dem Router.
Wovon hängt gutes WLAN ab?
Die wichtigsten Faktoren sind:
- Position des Routers
- Wände und Decken
- Entfernung
- Grundriss
- Frequenzband
- Funkstörungen
- Position der Mesh-Punkte
Deshalb gibt es keine allgemeingültige Regel wie „ein Router reicht für 100 m²“.
Wo sollte der WLAN-Router stehen?
Optimal ist meist ein möglichst zentraler, erhöhter und offener Standort.
Vermeiden Sie:
- geschlossene Schränke,
- einen Standort direkt hinter dem Fernseher,
- den Boden,
- Gebäudeecken,
- Bereiche mit vielen dicken Wänden,
- große Metallflächen.
Mehr erfahren: Wo sollte der WLAN-Router stehen?
Reicht ein Router aus?
Nicht jedes Haus braucht Mesh.
Ein Router kann ausreichen, wenn:
- der Grundriss relativ einfach ist,
- der Router gut positioniert ist,
- nur wenige dicke Wände vorhanden sind,
- das WLAN in den wichtigen Bereichen stabil ist.
Bei Problemen sollte zunächst die Ursache untersucht werden.
Router oder WLAN Mesh?
Mesh kann bei großen oder komplex aufgebauten Häusern sinnvoll sein.
Besonders bei:
- mehreren Etagen,
- dicken Wänden und Decken,
- einer nicht zentral möglichen Routerposition,
- weit entfernten Räumen,
- großem Abdeckungsbedarf.
Ein Mesh-Punkt sollte nicht einfach in einem Bereich ohne WLAN platziert werden. Er benötigt selbst eine ausreichend gute Verbindung zum restlichen Netzwerk.
Wie viele Mesh-Punkte braucht man?
Die Wohnfläche allein reicht nicht aus.
Wichtig sind auch:
- Anzahl der Etagen,
- Grundriss,
- Wandmaterial,
- Decken,
- Entfernungen,
- Routerposition,
- gewünschte Abdeckung.
Wo sollte ein Mesh-Punkt stehen?
Eine gute Grundregel lautet:
> Platzieren Sie den Mesh-Punkt zwischen dem Hauptrouter und dem abzudeckenden Bereich – an einem Ort, an dem noch eine gute Verbindung besteht.
Bei größeren Häusern kann eine Ethernet-Verbindung zwischen den Punkten sinnvoll sein.
Wie prüft man die WLAN-Abdeckung?
Testen Sie:
- Signalstärke,
- Download- und Upload-Geschwindigkeit,
- Stabilität,
- Latenz,
- Bereiche mit Verbindungsabbrüchen.
Idealerweise werden die Messwerte in einem Grundriss dokumentiert.
Was bedeuten RSSI und dBm?
Die WLAN-Signalstärke wird häufig in dBm angegeben.
| RSSI | Bewertung |
|---|---|
| -30 bis -50 dBm | sehr gut |
| -50 bis -60 dBm | gut |
| -60 bis -67 dBm | gut / akzeptabel |
| -67 bis -70 dBm | schwächer |
| -70 bis -80 dBm | schwach |
| unter -80 dBm | sehr schwach |
Je näher der Wert an null liegt, desto stärker ist das Signal.
Warum ist WLAN langsam, obwohl das Internet schnell ist?
Mögliche Ursachen sind:
- schwaches Signal,
- große Entfernung,
- dicke Wände,
- Überlastung,
- Funkstörungen,
- ungünstige Kanäle,
- Einschränkungen des Endgeräts.
Vergleichen Sie die Geschwindigkeit direkt neben dem Router mit der Geschwindigkeit am Problemort.
2,4 GHz, 5 GHz oder 6 GHz?
2,4 GHz bietet normalerweise eine größere Reichweite.
5 GHz kann höhere Geschwindigkeiten ermöglichen, hat aber meist eine geringere Reichweite.
6 GHz bietet zusätzliches Spektrum für kompatible Geräte, hat aber ebenfalls eine begrenzte Reichweite.
WLAN im mehrstöckigen Haus
Decken können das Signal deutlich abschwächen. Je nach Gebäude können eine bessere Routerposition, zusätzliche Mesh-Punkte, mehrere Access Points oder Ethernet notwendig sein.
WLAN vor dem Bau oder einer Renovierung planen
Planen Sie frühzeitig:
- Routerstandort,
- zusätzliche WLAN-Punkte,
- Ethernet-Anschlüsse,
- Fernseher,
- Homeoffice,
- Kameras,
- Smart-Home-Geräte,
- Außenbereiche.
Eine frühzeitig verlegte Ethernet-Verkabelung kann die spätere Netzwerkplanung erheblich vereinfachen.
Wie plant man WLAN in einem neuen Haus?
Beginnen Sie mit dem Grundriss und nicht mit dem Routermodell.
Markieren Sie:
- Räume mit WLAN-Bedarf,
- wichtige Geräte,
- mögliche Routerstandorte,
- starke bauliche Hindernisse,
- mögliche Ethernet-Stellen,
- Außenbereiche.
Danach lässt sich entscheiden, ob ein Router genügt oder zusätzliche Access Points benötigt werden.
Perfect WiFi hilft Ihnen dabei, den Grundriss Ihres Hauses für die Planung von Router- und WLAN-Punkten zu verwenden.
WLAN zu Hause verbessern
Bevor Sie neue Hardware kaufen:
- Routerstandort prüfen.
- Router möglichst zentral und frei platzieren.
- WLAN im ganzen Haus messen.
- Funklöcher identifizieren.
- Ursache des Problems bestimmen.
- Erst danach Mesh oder zusätzliche Access Points in Betracht ziehen.
FAQ
Reicht ein Router für das ganze Haus?
Das hängt vom Grundriss ab. In einer kleineren Wohnung mit einfachem Grundriss reicht meist ein gut platzierter Router. In einem größeren Haus mit dicken Wänden oder mehreren Stockwerken braucht man meist einen zusätzlichen Access Point oder ein Mesh-System.
Wie prüft man, ob das WLAN zu Hause gut genug ist?
Gehen Sie mit dem Handy durch alle Räume, in denen Sie das Internet nutzen, und prüfen Sie dort jeweils Signalstärke und tatsächliche Geschwindigkeit, nicht nur direkt neben dem Router.
Reicht die Wohnfläche, um die richtige WLAN-Ausstattung zu wählen?
Nein. Die Fläche ist nur ein Faktor. Auch Anzahl und Dicke der Wände, die Anzahl der Stockwerke, Baumaterialien und der Standort des Routers spielen eine Rolle.
Wann sollte man das WLAN vor dem Einzug planen?
Idealerweise bevor die Wände geschlossen werden, wenn Sie bauen oder renovieren – so lassen sich Verkabelung, Access Points und der Router-Standort leichter planen.
Löst WLAN-Mesh immer eine schwache Abdeckung?
Nicht immer. Mesh hilft, wenn das Problem einen größeren Teil des Hauses betrifft, aber bei einem einzelnen schwachen Raum reicht manchmal schon eine andere Router-Position oder ein einfacher Repeater.
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