Ein WLAN-Mesh-System kann die Internetabdeckung in einer großen Wohnung oder einem Haus deutlich verbessern. Aber selbst ein sehr gutes Mesh-Set kann schlecht funktionieren, wenn seine Punkte an den falschen Stellen stehen.

Die wichtigste Regel ist einfach: Stellen Sie keinen zusätzlichen Mesh-Punkt dorthin, wo WLAN schon kaum funktioniert. Ein Mesh-Punkt braucht eine ausreichend gute Verbindung zum restlichen Netz, um dessen Reichweite wirksam erweitern zu können.

1. Beginnen Sie mit dem Hauptrouter

Der erste Mesh-Punkt ist meist mit dem Modem oder dem Glasfaser-Terminal verbunden. Sein Standort sollte für das ganze Haus möglichst günstig sein. Achten Sie auf:

  • einen zentralen Standort
  • offenen Raum
  • möglichst wenige dicke Wände
  • die Höhe der Platzierung
  • das Fehlen großer Metallhindernisse

Steht der Hauptpunkt ganz am Ende des Hauses, haben es die nächsten Punkte schwerer.

2. Stellen Sie den zweiten Punkt nicht in eine tote Zone

Das ist einer der häufigsten Fehler. Angenommen, im Schlafzimmer gibt es praktisch kein WLAN. Man denkt vielleicht: „Ich stelle dort den zweiten Mesh-Punkt auf.“ Das Problem: Der zweite Punkt muss zuerst ein Signal vom ersten empfangen. Steht er bereits in einem sehr schwachen Bereich, ist auch seine eigene Verbindung zum Netz schwach.

Ein besserer Platz kann der Flur, ein Nachbarzimmer oder eine andere Stelle zwischen Hauptrouter und Problembereich sein.

3. Achten Sie auf Wände, nicht nur auf Meter

Die Entfernung zwischen den Punkten ist nicht das einzige Kriterium. Ein Punkt, der 8 Meter entfernt und durch zwei dicke Wände getrennt ist, kann schlechter funktionieren als einer, der 12 Meter entfernt in offenerem Raum steht. Deshalb lohnt es sich, bei der Mesh-Planung den tatsächlichen Grundriss zu analysieren.

4. Ein mehrstöckiges Haus braucht eigene Planung

In einem Haus mit mehreren Etagen muss das Signal auch Decken überwinden. Alle Punkte in einer vertikalen Linie anzuordnen, ist nicht immer die beste Lösung. Je nach Gebäudekonstruktion kann es besser sein, die Punkte so zu verteilen, dass jeder einen bestimmten Bereich wirksam versorgt.

5. Muss jeder Mesh-Punkt kabellos sein?

Nein. Wenn Sie Ethernet verlegen können, können Sie die Punkte per Kabel verbinden. Das kann Stabilität und Leistung des Netzes verbessern, da die Kommunikation zwischen den Punkten nicht über WLAN laufen muss. Deshalb lohnt es sich, beim Bau oder bei der Renovierung Ethernet-Kabel zu potenziellen Standorten von Access Points zu verlegen.

6. Wie viele Mesh-Punkte brauchen Sie?

Es gibt keine universelle Antwort wie „100 m² = zwei Punkte“. Die Fläche ist nur ein Faktor. Wichtig sind außerdem:

  • die Anzahl der Etagen
  • die Form des Hauses
  • die Wandart
  • der Standort des Hauptrouters
  • die Anzahl der Geräte
  • die Anforderungen an die Abdeckung

Zwei Gebäude gleicher Größe können völlig unterschiedliche Netze brauchen.

7. Stellen Sie Punkte nicht zu nah beieinander auf

Stehen Mesh-Punkte sehr nah beieinander, bringt der zusätzliche Punkt möglicherweise nicht den erwarteten Nutzen. Ziel ist es, den Bereich guter Abdeckung zu erweitern, nicht möglichst viele Geräte aufzustellen.

8. Planen Sie Mesh auf dem Grundriss

Am besten beginnen Sie die Planung mit dem Grundriss Ihrer Wohnung oder Ihres Hauses. Markieren Sie:

  1. den Hauptrouter
  2. die Stellen, an denen Sie gutes WLAN brauchen
  3. dicke Wände
  4. die Etagen
  5. mögliche Standorte für zusätzliche Punkte

Vergleichen Sie anschließend mehrere Platzierungsvarianten.

Planen Sie Ihr Netz in Perfect WiFi. Mit Perfect WiFi können Sie den Grundriss Ihrer Wohnung oder Ihres Hauses nutzen, um die Platzierung von WLAN-Geräten zu planen — so betrachten Sie die Platzierung von Router und Mesh-Punkten im Kontext des tatsächlichen Raum- und Wandgrundrisses, statt sich allein auf Versuch und Irrtum zu verlassen.

Beispiel

Angenommen, Sie haben ein zweistöckiges Haus. Der Router steht im Erdgeschoss am Eingang, im Obergeschoss gibt es drei Schlafzimmer. Den zweiten Punkt genau im am weitesten entfernten Schlafzimmer aufzustellen, kann eine schlechte Lösung sein.

Ein besserer Platz kann der zentrale Bereich des Obergeschosses sein, sofern der Punkt weiterhin eine ausreichend gute Verbindung zum Hauptteil des Netzes hat. Hat das Haus eine massive Konstruktion und liefert diese Lösung keine ausreichende Leistung, lohnt sich eine kabelgebundene Ethernet-Verbindung.

Zusammenfassung

Die richtige Platzierung der Mesh-Punkte ist genauso wichtig wie die Wahl der passenden Hardware. Denken Sie daran:

  • stellen Sie keinen Punkt in eine tote Zone
  • berücksichtigen Sie Wände und Decken
  • richten Sie sich nicht allein nach der Quadratmeterzahl
  • erwägen Sie Ethernet beim Bau oder bei der Renovierung
  • planen Sie die Standorte der Punkte auf dem echten Grundriss

Bei Mesh geht es nicht darum, Geräte dort aufzustellen, wo WLAN fehlt. Es geht darum, ein gut verteiltes Netz zu schaffen, das im ganzen Bereich eine gute Verbindung bietet.

Sie möchten nicht raten? Laden Sie Ihren Grundriss in Perfect WiFi hoch und prüfen Sie, wo ein Router oder Mesh-Knoten tatsächlich die beste Abdeckung bringt.

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