Wenn Sie zu Hause schwaches WLAN haben, stellen Sie sich früher oder später wahrscheinlich die Frage: einen stärkeren Router kaufen oder auf ein WLAN-Mesh-System umsteigen? Die Antwort hängt vor allem von der Größe des Hauses, seinem Grundriss, der Anzahl der Etagen und der Wandart ab. Ein teurerer Router ist nicht immer die bessere Lösung — oft bringt die richtige Platzierung mehrerer Access Points eine deutlich größere WLAN-Verbesserung.
Router — wann reicht einer?
Ein einzelner Router kann ausreichen, wenn Sie wohnen in:
- einer kleinen Wohnung
- einer Wohnung mit einfachem Grundriss
- einem Raum ohne viele dicke Wände
- einem Zuhause, in dem alle Räume relativ nah am Router liegen
In diesem Fall kann ein zusätzliches Mesh-System schlicht eine unnötige Ausgabe sein. Entscheidend ist aber die richtige Router-Platzierung.
Mesh — was ist das eigentlich?
Ein WLAN-Mesh-System besteht aus mehreren zusammenarbeitenden Access Points. Einer ist mit dem Internet verbunden, die anderen erweitern die Reichweite des Netzes. Für den Nutzer funktioniert das Ganze wie ein einziges WLAN-Netz. Besonders nützlich ist das in:
- großen Wohnungen
- Einfamilienhäusern
- mehrstöckigen Häusern
- Gebäuden mit dicken Wänden
- Räumen mit ungewöhnlichem Grundriss
Ist Mesh immer besser?
Nein. Wenn Sie eine kleine Wohnung haben und der Router zentral steht, bringt der Kauf von drei Mesh-Punkten möglicherweise keinen nennenswerten Vorteil. Mesh ist sinnvoll, wenn ein einzelner Punkt keine ausreichende Abdeckung liefern kann.
Der größte Fehler: zu viele Mesh-Punkte
Mehr Geräte bedeuten nicht immer besseres WLAN. Stehen die Punkte zu nah beieinander, erhöhen sie die Netzkomplexität unnötig. Stehen sie zu weit auseinander, kann der zusätzliche Punkt eine schwache Verbindung zum Hauptteil des Netzes haben. Deshalb ist die Platzierung der Punkte genauso wichtig wie ihre technischen Daten.
Wo sollten Mesh-Punkte stehen?
Verlassen Sie sich nicht nur auf die Regel „Ich stelle den zweiten Punkt genau dort auf, wo WLAN schon nicht mehr funktioniert“ — das ist meist keine gute Idee. Der zusätzliche Punkt sollte früher stehen, an einer Stelle, wo er noch eine ausreichend gute Verbindung zum vorherigen Punkt hat. Nur dann kann er die Reichweite wirksam erweitern.
Mesh kabellos oder kabelgebunden?
Wenn Sie die Mesh-Punkte per Ethernet-Kabel verbinden können, lohnt sich das oft. In diesem Setup muss die Kommunikation zwischen den Punkten nicht ausschließlich über WLAN laufen, was Leistung und Stabilität des gesamten Netzes verbessern kann. Deshalb lohnt es sich, beim Bau oder bei der Renovierung Ethernet-Anschlüsse an Stellen einzuplanen, an denen künftig Access Points stehen könnten.
Router oder Mesh — der schnelle Vergleich
| Situation | Meist bessere Lösung |
|---|---|
| Kleine Wohnung | Ein Router |
| Mittlere Wohnung | Router oder 2 Punkte |
| Große Wohnung | Mesh / zusätzlicher AP |
| Mehrstöckiges Haus | Mesh / mehrere APs |
| Dicke Wände | Mehrere gut platzierte Punkte |
| Neubau mit Ethernet | Kabelgebundene Access Points |
| Viele tote Zonen | Mesh / zusätzliche APs |
Das ist allerdings nur eine allgemeine Faustregel.
Am wichtigsten ist der Gebäudegrundriss
Zwei 150-m²-Häuser können völlig unterschiedliche WLAN-Netze brauchen. Im einen kann der Router zentral stehen und gute Abdeckung liefern. Im anderen kann der Router an einem Ende des Gebäudes stehen, mit dicken Wänden zwischen ihm und den übrigen Räumen. Deshalb reicht die Quadratmeterzahl allein nicht für die WLAN-Planung — auch der Raumgrundriss und die Hindernisse zwischen den Punkten zählen.
Wie plant man ein Mesh-Netz?
Am besten beginnen Sie mit dem Grundriss des Hauses oder der Wohnung. Markieren Sie:
- die Fläche
- die Räume
- die Wände
- die Etagen
- den Anschlusspunkt des Internets
- mögliche Standorte für WLAN-Punkte
Prüfen Sie anschließend, wie sich die Platzierung der Punkte auf die Abdeckung auswirkt.
Zusammenfassung
Router und Mesh sind nicht in jeder Situation konkurrierende Lösungen. Ein einzelner Router ist eine großartige Wahl, wenn er das ganze Zuhause wirksam abdecken kann. Mesh ist sinnvoll, wenn ein Punkt nicht ausreicht. Am wichtigsten ist aber nicht der Kauf des „stärksten“ Geräts, sondern die richtige Planung seines Standorts — denn beim WLAN zählt der Platz oft mehr als die reine Leistung der Hardware.
Sie möchten nicht raten? Laden Sie Ihren Grundriss in Perfect WiFi hoch und prüfen Sie, wo ein Router oder Mesh-Knoten tatsächlich die beste Abdeckung bringt.
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